Das antwortete der Inhaber von Valpesana, einem Olivenölabfüller in der Toskana, seinem Kunden am Telefon, der sich über die Qualität des von ihm gekauften Öls beschwerte. Das Politik-Magazin „kontrovers“ des Bayerischen Fernsehens zeichnet einen der größten Olivenölskandale der letzten Jahre nach. Sehr sehenswert!

Neben Terrorismus, und Waffenschmuggel muss sich die Strafverfolgungsbehörde der EU seit einiger Zeit verstärkt um Lebensmittelfälschungen kümmern. Die organisierte Kriminalität hat ein neues Geschäftsfeld für sich entdeckt. Einer der spektakulärsten Betrugsfälle rund um Olivenöl in den letzten Jahren war die in großem Stil angelegte Panscherei mit minderwertigem Olivenöl der Firma Azienda Olearia Valpesana (AOV). Das Politik-Magazin des Bayerischen Fernsehens zeichnet den Fall nach. Ein sehr sehenswerter Beitrag!

Bei vielen Lebensmittelskandalen – besonders auch bei Fleisch – frage ich mich immer wieder wie viel Mitschuld hängt denn eventuell auch an uns Verbrauchern? Wie billig müssen Lebensmittel noch werden, damit es für uns billig genug ist? Müsste ich als Verbraucher nicht ein wenig misstrauisch werden, wenn ein Olivenöl der angeblich höchsten Güteklasse „extra nativ“ im Supermarktregal das gleiche kostet wie die zwei Kategorien darunter liegende Güteklasse „Olivenöl“, das aus raffiniertem Lampant-Öl (unraffiniert nicht zum Verzehr zugelassenes Olivenöl) und einer kleinen Beimischung aus nativem oder extra nativem Olivenöl besteht? Muss ich mich bei Schweinefleisch-Preisen von 35 Cent oder Hähnchenkeulen für 44 Cent pro 100 Gramm nicht auch manchmal fragen wie solche Preise überhaupt möglich sind?

Hier geht’s zum TV-Beitrag von „kontrovers“.