Klettert das Thermometer auf über 34 Grad, wird auch die Olivenfliege (lat. Bactrocera oleae) schlapp und hält Siesta. d.h. sie fliegt nicht durch die Gegend und sticht somit auch keine Oliven an, um dort ihre Eier abzulegen.

Klettert das Thermometer auf über 34 Grad, wird auch die Olivenfliege (lat. Bactrocera oleae) schlapp und hält Siesta. d.h. sie fliegt nicht durch die Gegend und sticht somit auch keine Oliven an, um dort ihre Eier abzulegen.

Das sah im regnerisch-kühlen Sommer 2014 ganz anders aus. Da machten sich zu dieser Jahreszeit bereits die ersten Generationen dieses Insekts über die Früchte her. Besonders in Mittelitalien führte dies zu geringsten Erntemengen bzw. kompletten Ernteausfällen. Dieses Jahr sieht soweit alles gut aus. Hoffen wir, dass es so bleibt!

Jüngerer Baumbestand von etwa 20 - 40 Jahren braucht jetzt per Tröpfchenbewässerungsanlagen Wasserzufuhr. Wichtig dabei ist die Menge weder zu gering noch zu hoch ausfallen zu lassen. Zu wenig Wasser bringt die Pflanzen in hydrischen Stress. Der Baum wirft z. B. Blätter und Oliven ab. Wasser satt ist auch nicht gut, weil sich die Pflanze an dieses Wasserangebot gewöhnt. Sie bildet ein in die Breite gehendes Wurzelgeflecht aus und übersteht die erste Trockenperiode in seinem Baumleben schlecht oder gar nicht. Alte Olivenbäume von 100 Jahren und älter kommen zumeist ohne Bewässerung aus, weil sich ihre Wurzeln in den Jahrhunderten den Gegebenheiten angepasst haben und sich tief und tiefer in den Boden gebohrt haben. Mehrere Universitäten beschäftigen sich aktuell mit der optimalen Bewässerung von Olivenhainen.