So sieht ein vom Feuerbakterium befallener Olivenhain im Salento, dem Süden Apuliens mittlerweile aus: ein trostloser Baum-Friedhof. Experten sind sehr alarmiert und sehen Ölbäume im gesamten Mittelmeerraum bedroht. Die Zeitschrift MERUM startet einen Spendenaufruf, um unbürokratisch nach Lösungen für das Problem zu suchen und dabei zu helfen den Olivenbauern vor Ort ihre Erwerbsgrundlage zu erhalten...

Schuld am Ausbruch der Bakterienkrankheit ist eine Kaffeepflanze aus Costa Rica. Das 2013 im südapulischen Gallipoli gekaufte Gewächs war Träger einer verheerenden Bakterienkrankheit (Xylella fastidiosa pauca CoDiRo). Die vom Saft der Wirtspflanze lebende Wiesenschaumzikade übertrug die Seuche auf Olivenbäume. Fünf Jahre später sind Tausende majestätischer, viele hundert Jahre alter Olivenbäume Südapuliens tot. Und das Bakterium greift weiter um sich.

Mittlerweile hat man das Feuerbakterium auch auf Korsika und erst vor wenigen Wochen in den südlichen Zonen der Autonomen Gemeinschaft Madrid in Spanien nachgewiesen. Die Unruhe unter Olivenanbauern und Olivenölproduzenten wächst. Denn bis heute ist kein wirksames Mittel gegen das Bakterium gefunden. Klar wird, dass dieses Problem weder ein allein auf Apulien bzw. Italien begrenztes Problem ist, sondern die Krankheit den kompletten Mittelmeerraum bedroht.

Für MERUM, dessen Redaktionsteam seit vielen Jahren das Thema Qualität bei Olivenöl kritisch beleuchtet, drängt sich der Vergleich mit der Reblaus auf. MERUM-Herausgeber Andreas März besuchte im Winter die betroffene apulische Region und sprach dort unter anderem mit Giovanni Melcarne, dem Mitbegründer der Vereinigung „Voce dell’Ulivo“ (Stimme des Olivenbaums) und einem der engagiertesten Kämpfer gegen das Xylella-Bakterium sowie mit den Forschern des ISPS/CNR (Istituto per la Protezione Sostenibile delle Piante/Centro Nazionale delle Ricerche). Sie suchen nach immunen Olivenbaumsorten, die zur Veredelung bedrohter Bäume und zu Neupflanzungen genutzt werden können. Aus 40.000 gesammelten Olivenkernen müssen Pflänzchen gezogen und auf Immunität sowie produktive Eignung getestet werden. Dafür brauchen die Forscher ein mindestens 80 Quadratmeter großes Gewächshaus. Die Kosten liegen bei gut 20.000 Euro.

Weil die Mühlen der Bürokratie langsam mahlen und für die Beantragung staatlicher Forschungsgelder viel mehr Zeit vergehen würde, als man Xylella zugestehen darf, hat MERUM die benötigten 20.000 Euro zugesichert, hofft aber, dabei durch Spenden unterstützt zu werden.

Meine Unterstützung mit einer Spende hat MERUM. Falls auch Sie sich an der Aktion beteiligen wollen, wäre das großartig! Jeder Betrag ist willkommen und wird ohne jeden Abzug an die Xylella-Forscher weitergeleitet.

Das Anti-Xylella-Spendenkonto von MERUM:

Bank: UBS – Zürich
Kontoinhaber: Merumpress AG
Name Konto: Spendenkonto
IBAN:CH08 0023 3233 6097 0262 P
BIC: UBSWCHZH80A

Hier gibt es weitere Infos zu Xylella Fastidiosa auf der Website von MERUM

Quellen:
MERUM, Ausgabe April/Mai 2018,www.merum.infowww.mercacei.com